Partnerwahl: Frauen und narzisstische Männer – das scheint gut zu funktionieren

Stehen Frauen auf narzisstische und herrschsüchtige Männer? Eine neue Studie legt nahe, dass an der Vermutung etwas dran sein könnte. Zumindest gibt es einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Kinder und der Präferenz für Männer mit narzisstischer Persönlichkeitsstruktur.

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Studie: Online Dating verändert das soziale Gefüge – mehr Diversität

Auf Heise online läuft heute eine Meldung über eine Studie, die sich mit Online Dating befasst: The Strength of Absent Ties: Social Integration via Online Dating.

In dieser Studie untersuchen die Forscher Josue Ortega und Philipp Hergovich die sozialen Auswirkungen, die die verbreitete Nutzung von Online Dating Angeboten mit sich brachte. Studie: Online Dating verändert das soziale Gefüge – mehr Diversität weiterlesen

Wie schwierig ist es, den Sex, den man sucht, zu bekommen?

Wie schwierig schätzen Menschen es ein, den Sex zu bekommen, den sie sich wünschen, und zwar war die Qualität und die Quantität betrifft. Es geht mit bei der Frage  also sowohl um die Zufriedenheit mit der Häufigkeit sexueller Interaktion als auch darum, wie die sexuellen Begegnungen mit der Wunschvorstellung oder dem Ideal zusammenpassen.

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Psychologen erforschen Strategien, Frauen herumzukriegen, die in einer festen Beziehung leben

Wie dringt man eigentlich in eine funktionierende Beziehung ein und gewinnt eine Frau als Sexualpartnerin? Welche Strategien verfolgen Menschen dabei?

Diesen Fragen ist ein Forscherteam nachgegangen. In Sex and The Perceived Effectiveness of Short-term Mate Poaching Acts in College Students berichten zwei Psychologen über unterschiedliche Herangehensweisen unter amerikanischen Collage Studenten.

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Porno-Tatort sorgt für Peaks in der Google-Suche

Am vergangenen Sonntag lief im Ersten „Tatort“. Der Titel des Films: „Hardcore„.

Die Geschichte ist recht linear erzählt gewesen, ein typischer Who-dunnit-Krimi. Dennoch hat dieser Tatort heftige Spuren im Web hinterlassen, zum Beispiel in der Google-Suche (Titelbild: Das Erste, Film Tatort „Hardcore“). Mit Update, 14.10.2017

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Auch Zeit-Online startete einen Sex-Podcast

Der Digitalableger der alt-ehrwürdigen Zeit, der Zeitung mit den sehr langen Artikeln („longreads“) hat gleich drei neue Podcasts gestartet: „Frisch an die Arbeit“, „Was jetzt?“ und „Ist das normal“. Bei letzterem handelt es sich um einen Podcast zum Thema Sex.

In „Ist das normal“ sprechen die  Wissenschaftsredakteure Alina Schadwinkel und Sven Stockrahm abwechselnd mit einer promovierten Sexualtherapeutin (sie ist Ärztin in München), Melanie Büttner, die offensichtlich auch schon für die Zeit geschreiben hat, zum Beispiel führte sie 2015 ein Interview mit dem Sänger von Tocotronic („Tocotronic: „Es ist schwierig, über Sex zu singen, ohne sexistisch zu klingen„). Mir kommt es vor als sei dieses Zitat von Dirk von Lowtzow als Stil für den Podcast vorgegeben worden: Man möchte über Sex reden ohne sexistisch zu klingen.

Screenshot Website http://www.melanie-buettner.de
Website der Expertin im „Ist das normal?“-Podcast, Dr. Melanie Büttner unter http://www.melanie-buettner.de

Nun, nach einigen Folgen schält sich heraus, wie sich der Podcast entwickelt. Einige Phänomene und Grundannahmen der Sexualität werden im Dialog aufgegriffen und reflektiert. Es geht um Sexualphantasien, darunter auch Gewaltphantasien, oder wie lange der Akt im Regelfall so dauert  und wie er aussieht.  Schön zu erfahren, dass die Mehrheit der Frauen „überraschenderweise“ gerne dem Mann einen bläst, auch wenn man diese Wort in diesem Podcast so nicht in den Mund nehmen würde, um im Bild zu bleiben. Hier redet man über „Fellatio“, vielleicht mal über „Oralverkehr“.

Das Ganze geschieht recht zurückhaltend und sachlich, man möchte sagen, distanziert. Im Prinzip sind das Interviews mit der Expertin Melanie Büttner, weniger Dialoge.

Auf die gestellten Fragen kennt sie immer eine Antwort, zitiert Studien, gängige Hypothesen und Fachliteratur.

Alles ist schön erklärt, aufklärerisch, aber es fehlt ein wenig das Unmittelbare. Sowohl Interviewer als auch Interviewpartner wirken völlig unbetroffen, über den Dingen stehend, in etwa so wie Soziologen über Sex reden würden, als Interaktion und Teil des menschlichen Verhaltensrepertoires, Forscher im weißen Kittel, die die Gesellschaft beim Sex beobachten.

Das Wissen über Sex wächst beim Zuhören, zweifellos. Was kaum entsteht, ist Lust, weder Lust auf Neues noch Lust auf mehr oder Lust darauf überhaupt Sex zu haben. Offensichtlich wendet man sich an eine Zielgruppe, die sich unsicher wegen ihres eigenen Verhaltens oder Empfindens ist und dies nirgendwo artikulieren kann.

Der „Ist das normal“-Podcast will reflektieren, nachdenken, nicht geil machen. Er ist auch nicht lifestylish, ratgeberisch oder magazinmäßig angelegt, sondern betont normalisierend (Credo: Man kann ja über alles reden) – das kann ja auch ein Pluspunkt sein. Der Podcast ist damit ein Contrapunkt zu jenen Sex-Podcasts, in denen es wieder um die Schwanzlänge oder Brustgröße geht und man durch ein paar Contentmarketing-Artikel von Sextoy-Herstellern stolpert oder um Sexstellungen absurdester Art.

Nun kann der „Ist das normal“-Podcast noch einmal die ältesten Fragen der Welt durchsprechen oder man greift einmal neue Fragen auf, was wünschenswert wäre. Zum Beispiel, warum denn die meisten Frauen, etwa zwei Drittel haben ich gelernt, darauf stehen, dominiert zu werden, wie auch etwa die Hälfte der Männer – was kickt da so? Oder warum es uns eigentlich so schwer fällt, über Sex zu reden, warum Leute verteufelt werden, die monogames Paarverhalten als selig machend in Frage stellen.

Die Podcastseite zu „Ist das normal?“ findet sich hier:
http://www.zeit.de/serie/ist-das-normal